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Fleisch

Das Strohwohl-Projekt

22. Juli 2026

Tierwohl und regionale Partnerschaften im Fokus

Das Projekt „Strohwohl“ der REWE-Region West setzt auf Haltungsbedingungen mit mehr Platz, Auslaufmöglichkeiten und Stroheinstreu für die Tiere. Regionalität sowie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Erzeuger:innen stehen außerdem im Fokus des Konzepts.

Schweine

Das Programm startete 2019. Welche Maßnahmen umfasst es?

  • Die Schweine werden auf Stroh gehalten. Darauf können sie liegen, darin wühlen, sich so beschäftigen und ihren natürlichen Trieben nachkommen.
  • Die Tiere haben doppelt so viel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben.
  • Sie haben dauerhafte Auslaufmöglichkeit in Außenklimaställen (24/7).
  • Hinzu kommt die Fütterung mit regionalem, gentechnikfreiem Futter: Es besteht aus Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Raps und Mineralstoffen. Zusätzlich erhalten die Tiere heimische Eiweißträger, wie zum Beispiel die Rheinische Ackerbohne.
  • Die Tiere werden innerhalb regionaler Lieferstrukturen transportiert.
  • Eine weitere Besonderheit: Die besonderen Haltungsbedingungen des Konzepts starten bereits ab der Ferkelaufzucht.
  • Zu den weiteren Kriterien des Tierwohlkonzepts

Neben Frischfleisch werden inzwischen über 62 verschiedene Wurst-Artikel aus dem Strohwohl-Programm angeboten.

Ausgezeichnet: regionale Partnerschaften

Das Projekt „Strohwohl“ überzeugt: Gleich doppelt wurde es für die herausragende partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der REWE-Region West und den Betrieben prämiert. 2021 wurde das Konzept beim Regional-Star in der Kategorie „Kooperation“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet und im gleichen Jahr von Lebensmittel Praxis und top agrar unter die Top 3 der Faire Partner in der Kategorie „Fleisch/Fleischwaren“ gewählt.

Wie sieht es sonst auf den Betrieben aus? „Saugut“ natürlich!

Das Projekt wurde mit zwei Höfen ins Leben gerufen, beide sind weiterhin an Bord: Während bei Familie Frank die Ferkel geboren und aufgezogen werden, leben die Tiere später im Mastbetrieb auf dem nur drei Kilometer entfernten Hof der Familie Albersmeier. Inzwischen arbeiten im Rahmen des Strohwohl-Programms kleine landwirtschaftliche Betriebe, große Höfe und ein Schlachtbetrieb partnerschaftlich zusammen.

Alle Betriebe erfüllen die im Strohwohl-Programm festgelegten Tierwohlkriterien. Bei einigen landwirtschaftlichen Betrieben waren umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich. Hier leistete die REWE-Region West Unterstützung: Die langfristigen Verträge umfassen einen festen Aufschlag auf die amtliche Notierung, einen garantierten Mindestpreis und feste Abnahmemengen. Dies soll den Familienunternehmen eine höhere wirtschaftliche Planbarkeit ermöglichen. Hinzu kommen der kollegiale Erfahrungsaustausch und betriebsübergreifende Wissenstransfer unter den Landwirt:innen.

Viele Betriebe engagieren sich zusätzlich für Natur- und Umweltthemen auf ihren Höfen und bauen zudem das Futter auf eigenen Flächen an. Die anfallende Gülle wird etwa als Dünger auf den Feldern ausgebracht oder in Biogasanlagen eingespeist.  So entstehen regionale Stoffkreisläufe, beispielsweise durch betriebseigenen Futteranbau und Nutzung der anfallenden Gülle als Dünger oder in Biogasanlagen. Auch Solaranlagen sind auf vielen Höfen installiert. Viele Familien legen unter anderem Blühflächen für Insekten an und setzen weitere Maßnahmen zur Förderung von Lebensräumen in ihrer Region um.

Dach mit Solarzellen

Einblicke für Kolleg:innen aus den Märkten

Mit dem Fokus auf transparente Haltungsbedingungen und höhere Tierwohlstandards, laden einige der Betriebe regelmäßig REWE-Mitarbeiter:innen auf ihre Höfe ein. So können sich die Teams aus den Märkten vor Ort ein eigenes Bild von den Haltungsbedingungen und dem Programm machen – auch für den Austausch mit Kund:innen an der Frischetheke.

Weitere Partner:innen gesucht

Derzeit ist das Strohwohl-Fleisch, das den Anforderungen der Premium-Haltungsstufe 4 entspricht, in etwa 220 REWE-Märkten der Region West erhältlich. Ziel ist es, weitere Höfe für das Programm zu gewinnen.